Neue Platten

Early Morning Breaks - (V. A.)

Genre: Chill/Lounge/House
Label: Peacelounge Recordings (Alive)
Do-CD, VÖ: - 24.10.2009

Nun da die große Chillout-Sampler-Welle so langsam verebbt ist und sich der Markt der relaxten Beats wieder etwas übersichtlicher gestaltet, soll hier kurz von einem Exemplar die Rede sein, das Ende 2009 in die Läden kam und bereits mit der einen oder anderen Beifallsbekundung belegt wurde. Die „Early Morning Breaks” aus dem Hause Peacelounge Recordings (Frankfurt am Main) bestehen aus 2 CDs und 36 ineinander gemischten Tracks, die sich im Verhältnis 20:16 auf eine „soft gemixte” Chill und eine (Deep) House Session verteilen. Zusammengestellt von Mark Hartmann und Christian Arndt, wobei ersterer sowohl als „markiger“ Trendscout, als auch als zeitweiser Betreuer der gleichnamigen Programmschiene „Early Morning Breaks” beim Privatsender „planet more music radio” fungiert. Ausgestrahlt werden diese Breaks übrigens zu nachtschlafener Zeit am Wochenende, wenn sich sportlich aktive und auf „crazy“ gestylte Jugendliche auf großen Partys die überflüssige Energie aus den Knochen powern und anschließend zuhause was zum Runterkommen brauchen. Als Quintessenz und Soundtrack dieses Programms nun also die Doppel-CD. Ob allerdings die 36 Tracks des weisen Trendoutputs letzter Schluss sind, muss erneut bezweifelt werden, denn es wurden, bis auf einige Ausnahmen vor allem auf CD1, vorwiegend Nummern verbraten, die den gängigen Schemata der mit heißer Luft aufgeblasenen Styleguides entsprechen und nur periphär etwas mit musikalischer Innovation und spannender Neubearbeitung zu tun haben. Der Charakter der Mischung „in one go” tut sein übriges: Vor allem auf CD2 wurden gemäß einem trendigen Flow Kanten und Ecken erfolgreich überblendet und mit teilweise so gar etwas ungelengen Übergängen einem gleichförmigen non-stop-stream angepasst. Ganz im Sinne einer Mainstream-Party-Gesellschaft, für die es eigentlich zweitrangig ist, was da läuft. Hauptsache es läuft überhaupt etwas. Schade: Wir hatten uns von den „Early Morning Breaks“ ein wenig mehr erwartet, als immer gleich säuselnde Sängerinnen, endlos breite Keyboardflächen und programmierte Tucker-Beats, die sich in ihrem inzestuösen Kosmos immer nur um ihre eigene Achse drehen.

www.peacelounge.com
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