Neue Platten

22 Pistepirkko - Drops & Kicks

Genre: Alternative
Label:Bone Voyage (Soulfood)
CD/DoLP, VÖ: - 30.05.2005

Don’t isolate yourself! sagten sich Pekka, Asko und Espe, packten ihre Köfferchen und machten sich vom nordfinnischen Utajärvi auf in den sonnigen Süden unweit von Helsinki, bauten dort in einer kuscheligen Villa am Meer ihr mobiles 22-P-Studio auf, luden ein paar alte Kumpels und deren Kumpels und deren Kumpels ein und feierten die fröhliche Urstände von „Drops & Kicks” – the mood is good, good is the mood.
Drei Jahre nach der „Rally of Love” geht die Geschichte vom 22 Punktekäfer also wieder weiter. Raus aus dem Hamsterrad und mit vereinten Kräften munter ans Werk. „New songs should be naked, sparse, not too much notes … less overdubs … basic singing … lyrics that we can identify with … learn to enjoy”. Diesen von Asko Keränen ausgetüftelten Leitsatz hatte sich das Trio ganz groß vors geistige Auge genagelt und – wie sich jetzt herausgestellt – tatsächlich erfrischend umgesetzt. 22 Pistepirkko haben sich zwar nicht neu erfunden, sondern sind eher bei hinlänglich bekanntem geblieben, aber der südfinnische Wind hat trotzdem eine spürbare Luftveränderung hinterlassen. Schon gleich zu Beginn dieser durfte sich ein neues Gesicht im 22-P Umfeld mal so richtig austoben: Harri Kerko inszenierte den Opener mit „natural sugar” (wie Asko es nennt) – mit einem magischen Streicher-Arrangement. Hello hello mister, I’ve been midnight-walking. Pekkas (PKs) Fieselorgan passt hier natürlich wie die Faust aufs Auge. Aber auch wenn’s ein bißchen mehr scheppert, tönt das unverwechselbare Markenzeichen so knarzig-harzig wie eh und je. Und noch ein Freund des Hauses hinterlies Spuren, die allerdings ein bißchen schwerer auszumachen sind: Martin Hederos bedient gleich mehrmals das Piano, no matter how garagenmäßig (zum Beispiel bei „Rat King“) in die Gitarrensaiten gelangt wird. Aber nicht nur auf der Musikerseite wurde ungewohn kollektiv gearbeitet (alle Studiogäste zusammen füllen fast 2/3 einer Booklet-Seite), auch bei der wichtigen Mischerfrage wurde nicht mit Hochkarätigem gegeizt: John Hanlon setzte schon Neil Young ordentlich in Szene und dieser Erfahrungsschatz hat dem Pistepirkko-Werk spürbar gut getan, genauso wie das coole Händchen von Produzent Kalle Gustafsson, seinerseits Bassist bei The Soundtracks Of Our Lives, der als kompetenter Klangberater sicher nicht zum Nachteil der drei gearbeitet hat. „Hello Sunshine” – knapp vor ihrem 25-jährigen surfen PK, Asko und Espe also immer noch auf einer echten Erfolgswelle.

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