Neue Platten

Sixteen F**king Years of G-Stone Recordings - (V. A.)

Genre: Elektro/Downbeat
Label: G-Stone (Soulfood)
Doppel-CD, VÖ: - 14.05.2010

Was zuweilen unter dem Begriff „Elektro” zusammengefasst wird, dröselt sich bei näherer Betrachtungsweise als eine Unmenge von stilistischen Unterkategorien auf. Das Wiener Label G-Stone weiß von einer ganzen Reihe von Schnittmengen, Cross-Referenzen und Hip-Trends zu berichten. Die 16-jährige Historie ist voll davon. Und weil man als kultiges Label selbstverständlich nicht mit piefigem Vokabular umgehen kann, mußte zur Veröffentlichung der Jubiläums-Doppel-CD ein saftiges „fucking” her. „Sixteen F**king Years of G-Stone Recordings” wartet mit einer umfangreichen Labelschau auf, die so manchen Meilenstein der Geschichte recycelt, als auch auf den aktuellen Stand der Dinge Bezug nimmt. CD 1 beschreibt also den 2010-Jetzt-Zustand mit 13 „fucking” new Tracks, die allerdings zum Großteil von den bekannten Verdächtigen stammen, die dieses Label zum Premium-Segment der DJ-Szene haben werden lassen. Hier hören wir neben dem legendären Sound der Herren Peter Kruder und Richard Dorfmeister auch neue Brüder im Geiste wie den langjährigen Klaus Doldinger Mitstreiter Robert Di Gioia alias Marsmobil oder den FM4-Moderator d.kay. CD2 versammelt dann noch einmal 12 „fucking” Classics aus den Jahren 1997 bis 2007. Natürlich mit dabei das weichgespülte „So Weit” des ansonsten etwas fester auftretenden HipHop-DJs Urbs, das G-Stone-Urgestein Sascha Weisz aka Megablast, selbstverständlich einige versonnene Stücke von Tosca und dem Peace Orchestra sowie Stefan „super-leiwand” Biedermann aka DJ DSL, der mittlerweile von Wien nach Hamburg übergesiedelt ist. Alles in allem eine schicke und entspannte Sache, wenngleich das Label-Roster über die 16 letzten Jahre ja dann doch recht überschaubar geblieben ist.

www.g-stoned.com