Neue Platten

Kyrie Kristmanson - Origin of Stars

Genre: IndiePop
Label: No Format! (Alive)
CD, VÖ: - 22.10.2010

Hallelujah und Kyrie Eleison! Hier kommt Kyrie Kristmanson und mit ihr endlich mal wieder ein Album, das man ganz schnell einstecken möchte, damit es einem keiner vor der Nase wegschnappt. „Origin of Stars” ist mit einfachsten Mitteln zusammengezimmert und dennoch ein Megaopus. Was sich hier abspielt, ist New­comer-Sexappeal, kreatives Querdenken und absolute Popverträglichkeit in einem. Aber immer der Reihe nach: Kyrie Kristmanson ist Kanadierin aus Ottawa, Jahrgang 1990, aus musikalisch vorbelastetem Elternhaus. PJ Harvey, Sinead O’Connor und Daniel Lanois sorgten für ihre musische Sozialisation in jungen Jahren, heute singt sie zur Gitarre, spielt Trompete und denkt sich Songs aus, die erfrischend anders sind und das Genre Pop nur als nebensächlichen Oberbegriff nutzt. Wenn sie Pop meint, meint sie auch Jazz, Folk, Singer/Songwriter, Chanson und Mittelaltermusik. Kyrie Kristmanson verzichtet gänzlich auf Schnickschnack und helfende Hände im Studio. Ausdrucksstarke Solostimme, verhallte E-Gitarre, Fingerschnippen, leichtes Schlagzeug, Akustik-Klampfe, Trompete, etwas Kontrabass – that’s it. Elf Songs bei 30 Minuten Spielzeit, nicht gerade üppig, dafür aber umso intensiver. Ein ähnlich beeindruckendes Hörerlebnis hatte man in letzter Zeit nur beim Album „Gulag Orkesta” von Beirut.

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