Neue Platten

Robin McKelle - Mess Around

Genre: Rhythm ’n’ Blues
Label:Doxie Records/RCA Victor (Sony Music)
CD, VÖ: - 28.01.2011

Da ist es wieder, das nette amerikanische Mädel von nebenan, das sich perfekt im Retrolook zu stylen versteht, eine Vorliebe für alte Straßenkreuzer aus den 60ern hegt und am liebsten Ray Charles oder Nina Simone hört. Robin McKelle hat in ihrer Karriere nichts dem Zufall überlassen, schloss in zwei unterschiedlichen Fächern in Berklee ab, setzt in ihrem Repertoire mehr auf das Gediegene, als auf Experimente. Daher liegt ihr der Jazz im Past Perfect auch näher als der Pop im Present Tense. Insofern mutet es da fast schon als eine kleine Sensation an, wenn die Wayne-Shorter- und Swingjazz-erprobte Sängerin nun plötzlich Coverversions­töne von den Bee Gees, den Beatles, Leonard Cohen oder Willie Dixon anschlägt. Ein Projekt, das ihr „dear to the heart” war und nun endlich mit einer kleinen Kombo - darunter dem James Brown Posaunist Fred Wesley - umgesetzt werden konnte. Wie nicht anders zu erwarten, fallen auch hier die Äpfel nicht weit vom Stamm. Alle elf Songs, auch ihre vier Eigenkompositionen, sprechen die deutliche Sprache des Leichtvorhersehbaren, sind solide und gut verdaubare Menüs der Marke Meister Proper - die bekannten Divas der Soul- und Blues-Historie lassen grüßen. Eine unterhaltsame Reise zurück in die alten Tage, als die Welt noch heile und das Great American Songbook die Bibel der Populärmusik war. Auch gut verwertbar für den Jazzfrüh­schoppen oder bei Ü60 Parties.

www.robinmckelle.com