Neue Platten

The Sound of DPI, Vol 12 - (V. A.)

Genre: Lounge
Label:Peacelounge Recordings (Alive)
CD, VÖ: - 04.02.2011

Einer der immer noch die Fahne der Loungemusikberieselung wacker hoch und in den rauhen Wind des Pop-Business hängt, ist der Kölner Deejott Ralph Rosenbaum. In halbjährlichem Turnus trägt der Herrscher über den guten Musikgeschmack wie eine emsige Biene Titel für Titel zusammen, bis der nächste Silberling seine Kapazitäts­grenze erreicht hat. Kaum kommt einem Ausgabe 11 aus den Ohren heraus, ist auch schon DPI Vol. 12 da. Mittlerweile hat es sich ja bereits eingebürgert, diese in dezenten Farbtönen gehalteten Alben fein säuberlich im Regal vorne links zu parken, denn weiterer Nachschub scheint bis auf weiteres gesichert, falls die Easy-Listening-Branche nicht kolletiven Konkurs anmeldet, und davon ist erst mal nicht auszugehen. Coole Tracks scheinen also nicht aussterben zu wollen und so kann man auch im engen Zeitfenster von sechs Monaten ordentlich was zusammenschweißen. Diesmal als wohlbekannte Aufreißer vertreten sind der Club des Belugas, Nils Landgren, Can 7 und De-Phazz. Da schüttelt sich der Martini wie von selbst und die Bloody Mary wabert im rötlichen Mambo-Trockeneisnebel übers glänzende Parkett. Aber auch für eine süffige Caipi ist gesorgt, denn der schlaue Ralph hat Janaina Lima aus São Paulo aktiviert, die dieses erfrischende Kaltgetränk stilgerecht in weich gehauchtem Portugiesisch serviert. Und damit sich der lechzende Lounger auch weiterhin gut gebauchpinselt fühlen darf, finden wir auf der 12er Collection dann noch einige überraschende Coverversionen, von denen der alte Roberta-Flack-Titel „Feel like making love” im schlurfigen Kiffer-Riddim fast so gut abschneidet, wie die runderneuerte 66er-Killer-Ballade „Bang Bang” aus dem Hause Sony + Cher. Man darf also wieder ohne Zaudern zugreifen, vorausgesetzt man fühlt sich in den tuffigen Loungekissen gut aufgehoben.

www.ralphrosenbaum.de