Neue Platten

Lea W. Frey - We Can’t Rewind

Genre: IndiePop
Label: Traumton (Indigo)
CD, VÖ: - 01.04.2011

Remixen, Wiederverwerten, Covern – eine beliebte Sportart im Pop-Business. Schlimme Songs werden da plötzlich ganz erträglich, interessante Songs werden plötzlich noch interessanter, andere sind kaum mehr wiederzuerkennen. Auch Lea W. Frey hat persönliche Lieblinge aus ihrem Handtäschchen geholt und sie einer ordentlichen Ross­kur unterzogen. Hat unter anderem die Smashing Pumpkins, Kate Bush oder Luis Bonfà zum Kammergrunge umfunktioniert und in der Begleitung von gerade mal Gitarre und Bass in eine Dimension befördert, die nach anfänglicher Irritation schnell zu einem stimmigen Gesamtkunstwerk wird. Einen Hang zum Speziellen hatte Lea W. Frey schon mit dem Projekt „ Nachtlüx ” bewiesen. Dort waren auch schon die Gebrüder Meyer mit von der Partie, die ihr auch nun wieder zur Seite stehen. Als Trio begibt man sich jetzt in ein etwas herberes Ambiente und vor allem dem Gitarristen Peter Meyer ist es zu verdanken, das viele Songs mit einem Hauch von Marc Ribot behaftet sind und in ihrer trockenen Sparsamkeit wesentlich zu der zartbitteren Geschmacksrichtung beitragen. Den Gegenpol hierzu bildet Lea W. Freys Stimme, die in vornehmer Zurückhaltung und mit einfühlsamer Betriebstemperatur ausgestattet, die Szenerie vollends zu einem Trip in ein dämmriges Zwielicht werden läßt. Alle Sounds wurden live im Studio erzeugt, mit Hall und Loops versetzt, ergänzt durch den Einsatz von Schrauben, Papier und Spieluhr. Weit entfernt von gängigen Pop-Erzeugnissen, bietet „We Can’t Rewind” substanzreiche Nährstoffkost für das alternativ schlagende Herz.

www.leawfrey.de