Neue Platten

James Farm - James Farm

Genre: Jazz
Label: Nonesuch (Warner)
CD, VÖ: - 29.04.2011

Im Grunde genommen ist „James Farm” ja kein reinrassiges Redman-Album, sondern eher eine Ko-Produktion von vier gleichberechtigten Musikern, also ein Quartet-Projekt mit einem vieldeutigen Namen. Neben dem US-Saxer Joshua Redman sind hier noch der Pianist Aaron Parks, der Bassist Matt Penman sowie der Schlagzeuger Eric Harland zugange. Alle kennen sich und ihre unterschiedlichen Vorlieben zur Genüge, was sich wiederum auf den zehn Stücken dieser CD deutlich niederschlägt. Jeder agiert zwar höchst individuell, dennoch fügen sich die diversen Sicht- und Herangehens­weisen am Ende zu einem imponierenden Ganzen zusammen. Vor allem der schwarze Drummer Harland verbindet bei Uptempostücken durch seine filigrane Perkussionstechnik die Piano- und Saxophon­läufe seiner Kollegen zu einer flüssigen und schlüssigen Einheit. Und wenn es mal balladig wird, muss man als Hörer auch nicht Gefahr laufen, auf einer seichten Sandbank zu stranden. Redman und Parks haben die Untiefen des Kitsches wohl erkannt und umschiffen diese Gefahrenzone ganz souverän. Ein perfektes Jazz-Album, das man ohne rot zu werden mal ganz doll loben muss.

www.joshuaredman.com
http://www.youtube.com/watch?v=leQQ17OvMbk