Neue Platten

René Aubry - Refuges

Genre: Frankreich/Chanson/Ambient
Label: Hopi Mesa (NRW)
CD, VÖ - 12.05.2011

Kommt einem eine neue René Aubry-CD ins Haus, freut man sich immer wie zu Weih­nachten, auch wenn es gerade Frühjahr ist. Denn René Aubry-Alben sind wie kostbare Sammlerstücke, die man froh ist zu besitzen, die man auch niemals wieder rausrücken wird und deren Wert niemals sinkt, egal wann und wie oft man sie zum Einsatz bringt. Der Franzose mit dem untrüglichen Gespür für zauberhafte Momente versteht es immer wieder, zeitlose Stücke aus dem Hut zu zaubern, die einen fesseln. „Refuges” macht da selbstverständlich keine Ausnahme. Diesmal hat er neben neun wie immer emotional sehr tief angelegten Stücken auch fünf Kompositionen am Start, die von einem Soundtrack stammen („Sous Les Bombes“ von Philippe Aractingi), einem Fantasytheater-Tanzworkshop („Boliloc” von Philippe Genty und Mary Underwood) entnommen sind sowie aus Pina Bauschs 2008 in Wuppertal entstandenen Kammerballett „Sweet Mambo” stammen. Zärtliche bis Gänsehaut erzeugende Melodien und Soundkollagen entführen den Hörer in eine Traumwelt, aus der es kein Entrinnen gibt. Mit seinen Saiteninstrumenten wie akustische und elektrische Gitarre, Banjo, Quatro, Bouzouki oder Mandoline entwirft der Auto­didakt Aubry wie ein Kunstmaler pastellene bis halbschattige Bilder, ergänzt sie durch Streicher und Pianotupfer, fügt weiche Blasinstrumente hinzu, arbeitet mit dezenter Elektronik und arbeitet auf dem Titel „Le Tunnel” mit dem japanischen Trompeter Jun Miyake zusammen. Eine CD, die tief unter die Haut geht.

www.hopimesa.com
http://www.youtube.com/watch?v=RPBzosFHwM8