Neue Platten

Aldona - Sonnet

Genre: Chanson Osteuropa
Label: Jaro (Autre Distribution)
CD, VÖ: - 19.09.2011

Die Wiege des Chansons steht ja bekanntlich in Frankreich. Was liegt da also für eine Sängerin aus Polen mit diesbezüglichen Ambitionen näher, als sich an die Wurzeln dieser Stilrichtung zu begeben. Aldona Nowowiejska zog also nach Westen und landete über einen kreativen Zwischenstop in den Pyrenäen letztendlich in Paris. 1999 entstand ihr erstes Album „Le Chant de l’âme slave” auf und fortan verfeinerte sie ihre persönliche Linie, die osteuropäisches, sprich slavisches, und westeuropäisches Liedgut zusammenführt. Eine reizvolle Mischung, wie ihr mittlerweile viertes Album „Sonnet” verdeutlicht. Aldona benutzt nach wie vor (bis auf eine Ausnahme) ihre polnische Muttersprache als Grundlage für den dezenten slavischen Hauch, der alle Lieder nach wie vor geheimnsivoll durchströmt. Aber auch der Charme französischer Lebensart fliest immer wieder mit ein. Dank einem breitgefächerten Instrumentarium ist ein prickelndes Milieu entstanden, das Aldona mit ihrer ausdrucksstarken Stimme klar bestimmt. Ihre Songs, die vorwiegend von Kontrabass, Banjo, Mandoline, Gitarre, Klarinette, Cello und Akkordeon begleitet werden, sind verführerische Kurzgeschichten, auf die man sich immer wieder gerne einlässt. Oftmals leichtfüßig in der Ausführung, andererseits aber auch mit viel slavischer Melancholie ausgestattet. Wer dem Repertoire einer Agnes Palmisano zugeneigt ist oder sich für die portugiesische Band OqueStrada begeistern kann, ist sicher auch bei Aldona Nowowiejska bestens aufgehoben.

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