Neue Platten

Birds of Passage - Dear and Unfamiliar

Genre: IndiePop/Ambient
Label: Denovali Records (Cargo)
CD, VÖ: - 28.10.2011

„A minimalistic cinematic experimental dark pop trip”. So bezeichnet das deutsche Label Denovali die Musik der Neuseeländerin Alicia Merz, die zusammen mit dem Elektroniker Leonardo Rosado dieses Werk auf die Beine gestellt hat. Eigentlich handelt es sich bei „Dear and unfamiliar” mehr um zarte Ambient-Musik, denn um IndiePop. Dennoch sind die Grenzen mitunter fließend. Sehr viel Hall umgibt die Stimme von Alicia Merz, der Rest sind Vorhänge aus Drone-Sounds, ein großer breiter Fluß aus ambienten Keyboardflächen fließt dahin, gelegentlich versehen mit Pianospitzen und geheimnisvoll schwebenden Soundstrukturen. Neuseeland wird ja auch das Land der großen weißen Wolke genannt und dieser Vergleich passt dann auch sehr gut zur Musik von Birds of Passage. Streckenweise erinnert man sich an Stücke der Cocteau Twins oder an Skulpturen von alten Bill Laswell Alben. Letzt­endlich fehlt dem Album dann aber doch der entscheidene Tiefgang. Die Arbeit von Rosado ist daran sicher nicht ganz unschuldig, der die Vokalstrecken von Alicia Merz vielleicht etwas zu fluffig und eintönig zu umschmeicheln versucht. Für eine Meditationssession dennoch gut geeignet.

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