Neue Platten

Benjamin Biolay - Best of ...

Genre: Pop (EMI)
CD, VÖ: - 25.11.2011

Woran erkennt man, dass Weihnachten naht? Der CD-Markt wird geflutet von „Best of . . . “-Scheiben. Egal ob Tote Hosen, Motörhead, Gilbert Bécaud, Gotan Project, Sting, Pink Floyd oder Ash. Kaum ein Genre-Segment, das nicht an das immer wieder zu dieser Zeit funktionierende jemanden-eine-Freude-machen-Gefühl appelliert, um auf diese Weise noch mal schnell ein paar Umsätze mit Schnee von gestern oder vorgestern abzuräumen. Selbstverständlich wird das bei Benjamin Biolay auch nicht viel anders sein. Der „Retter des französischen Chansons“ von einst hat inzwischen eine ganze Armada von Seilschaftjüngern erfolgreich zur Nachahmung inspiriert und droht nun, auf seiner eigenen Erfolgsspur unter die Räder zu kommen. Da heißt es wachsam sein und sich mit einem geschmeidigen „Licht aus - Spot on“ wieder ins Gespräch zu bringen. Man hat ja schließlich was zu bieten. Und so wurden kurzerhand der Virgin- und Naive-Backkatalog (bestehend aus Rose Kennedy (2001), Négativ (2003), Home (2004), A l’Origine (2005), Trash Yeye (2007) und La Superb (2009) ) geplündert, um daraus eine Art Quintessenz zu machen. Das ist zwar auch ganz gut gelungen und Biolay säuselt in altbekannter Manier seine Balladen und Klassiker in neu gemischter Reihenfolge. Letztendlich lohnend ist der Kauf aber wirklich nur für absolute Neueinsteiger, für Leute also, die erst kürzlich auf den Geschmack gekommen sind. Für die gibt’s als Dankeschön dann noch wenigstens einen neuen Track. „L’eau Claire des Fontaines “ passt allerdings mit seiner orchestralen Weichspülung auch wieder genau ins altbekannte alte Schema.