Neue Platten

Elin Furubotn - Heilt Ney Vei

Genre: Singer/Songwriter/Jazz
Label: Ozella Music (Galileo MC)
CD, VÖ: - 17.02.2012

Das Infoblatt spricht von Norwegen als einem Pop/Jazz/Folk-Wunderland. Eine sicherlich zurecht zutreffende Umschreibung der vielfältigen Szene zwischen Oslo und Tromsø. Auch wir durften uns auf diesen Seiten schon an einigen Wunderland-Scheiben erfreuen. Speziell bei den Nordlandsirenen herrscht da kein wirklicher Mangel, hat das Land Koryphäen wie beispielsweise Kari Bremnes, Rebekka Bakken, Anja Garbarek, Randi Tytingvåg oder Frida Ånnevik im Angebot. Nun, zumindest für den internationalen Markt, ein neues Gesicht, eine neue Stimme. Elin Furubotn aus der Nähe von Trondheim ist zwar dem heimischen Publikum keine Unbekannte mehr - sie hat auf dem nationalen Markt bereits vier Alben veröffentlicht - dafür wagt sie mit „Heeilt Ney Vei” (Hier und Jetzt) erstmals den Schritt in die große weite Welt. Stille sensible Songs sind seit jeher die Stärke der meisten norwegischen Sängerinnen. Elin Furubotn macht da keine Ausnahme. Auch sie legt sich mit viel skandinavischer Behutsamkeit ins Zeug, läßt sich treiben zwischen Singer/Songwriter und Jazz. Ihr Vorarbeiter am Saxophon, Karl Seglem, untermalt die 11 Kompositionen, die allesamt aus ihrer Feder stammen. Und doch will der Funke nicht recht überspringen. Das liegt zum einen daran, dass sich besagter Bläser oftmals zu sehr in den Vordergrund spielt und die Songs als Ganzes keine echten Brandbeschleuniger für die Herzgegend darstellen. Zu schnell hat man wieder vergessen, was gerade noch durch die Gehör­gänge gerauscht kam. Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: „Heilt Ney Vei” ist gewiss kein schlechtes Album, ihm fehlt nur etwas der notwendige Aurora-Borealis-Faktor.

www.elinfurubotn.com
www.ozellamusic.com