Neue Platten

Kim Carnes - Chasin’ Wild Trains

Genre: Singer/Songwriter Pop
Label:CoraZong (Soulfood)
CD, VÖ - 19.09.2005

Genau. Kim Carnes ist die attraktive Blondine mit der Reibeisenstimme und dem 1981er Erfolg „Bette Davis’ Eyes”. Viel hat man seither nicht mehr von ihr gehört. Aber Totgeglaubte leben bekanntlich länger und so meldet sich Kim, etwas gealtert, aber immer noch recht attraktiv und blond, mit einem frischen Album zurück, das besser ist, als das was man unter Umständen hätte erwarten können. Komplett unverändert geblieben sind Kim’s Stimmbänder, nach einem Zeitsprung von über 20 Jahren eine beachtliche Tatsache. Das Songmaterial, das sie zum größten Teil selbst geschrieben hat, sprüht zwar nicht gerade vor Originalität, geht aber durchaus als liebenswertes Songwriting durch, das sich zwischen Singer/Songwriter, Pop und Country bewegt, schließlich lebt Kim Carnes heute in Nashville. Unter den Mitstreitern dieses Albums ist einer besonders zu erwähnen, weil er in Songwriter-Kreisen einen nicht unerheblichen Ruf genießt: Chuck Prophet. Seine kompositorische Zusammenarbeit mit der blonden Lady entlädt sich zum einen in einem flotten Country-Rocker, die instrumentale Kooperation mündet in einen milden NeoFolker, der genauso gut von den Dire Straits hätte stammen können. Andere Parallelen gehen wiederum in Richtung Bruce Hornsby und so kann man sich so langsam ein Bild machen, wo dieses Album einzuordnen ist.
Echten Kim Carnes-Fans dürfte das sehr gelegen kommen, denn frische Ware von alten Barden kommt nur selten unpeinlich daher, Kim allerdings hat diese gefährliche Untiefe elegant umschifft. Sie hat sich dabei nicht unbedingt einer Hi-Tech Segeljacht bedient, sondern eher eines gemütlichen alten Fischkutters, aber mit dem kommt man ja schließlich auch an sein Ziel.

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