Neue Platten

For Films Edit 10 - (V. A.)

Genre: Elektro / Indie
Label:Freibank (Indigo)
Do-CD, VÖ - 26.09.2005

Hooray, hooray! Jubiläum, Jubiläum! Es darf gefeiert werden. „For Films” ist zweistellig geworden und wer ein paar (oder gar alle) der bisherigen wunderbaren Compilations bereits zuhause im Stall stehen hat, der wird mordsmäßig frohlocken, daß man im Hause Freibank diesmal so cool drauf war, die 10er Edit gleich als Doppelpack herauszubringen. Die Sache mit dem großen Querschnitt durch die Alternativen des uniformen Mainstreams ist ja nun schon seit Anbeginn eine feste Maxime im Plan von Klaus Maeck, der hier zusammen mit Pia Hoffmann wieder 40 ausgesuchte Cremeschnittchen in die Vitrine gestellt hat, die alle darauf warten, nicht nur von stereophonen Homies und Couch-Potatoes angeknabbert zu werden, sondern eventuell auch von Film- und Kunstschaffenden, die ihre Produkte mit nicht alltäglichen Sounds unterlegen wollen. In diesem Zusammenhang wäre es mal ganz interessant zu erfahren, wieviele der bisher erschienenen ca. 220 For-Films-Tracks es in erwähnenswerte Produktionen oder Commercials etc. geschafft haben. Sicherlich eine ganze Reihe, denn bei einer ganzen Latte der hier selektierten Beispiele fängt bei dem einen oder anderen sicher ganz automatisch ein privates Kopfkino an zu flimmern. Apropos Flimmern: Diesmal auf der Elektronica-CD (der weißen Scheibe) mit dabei: Das Kammerflimmer Kolletief, Flanger, Atom Heart, Rivera Rotation, Hexstatic, Roedelius oder Regy Clasen. Unbekanntere Acts wie Liebe Ist Cool, Deep Drawn oder Takashi Wada runden die kunstvoll ineinandergemixten Soundscapes ab.
Mit der schwarzen Scheibe betreten die Macher von For Films zwar kein Neuland, aber dafür grenzt sich zweite Teil jetzt klarer vom ersten ab. Hier finden wir einerseits die Grenzbereiche zwischen globalen Beats und urbaner Weltmusik, aber auch Beispiele von herzhaftem IndiePop und sogar ungewohnt harte (Gitarren) Töne, wie die von Er France oder T.raumschmiere. Maecks Lieblinge, die Einstürzenden Neubauten, gehören nun fast schon zur Stammtischbesetzung dieser Serie, genau wie Uwe Schmidt (Señor Coconut), der in den verschiedensten Personen-Konstellationen immer wieder auftaucht. Um mit den Worten von DJ Koze zu sprechen: „Lecker, lecker, happa, happa, ein’ für Mama, ein’ für Papa” – selbst ältere Erziehungsberechtigte finden hier garantiert ihren Lieblings-Track.

www.freibank.com
www.amazon.de