Neue Platten

Dominic Miller - 5th House

Genre: Jazz/Pop/Rock
Label: Q-rious Music (edel-kultur)
CD VÖ: - 30.03.2012

Wem Pat Metheny zu jazzig ist, der sollte es mal mit Dominic Miller versuchen. Der Argentinier drückt sich als Gitarrist meistens bei den großen Namen des Main­stream-(Jazz)Pop herum (z.B. Manu Dibango, Phil Collins, Peter Gabriel, Tina Turner und seit 1991 Sting), verfolgt aber auch genauso stringent eine eigene Solokarriere, in die er bereits mehrere Alben investiert hat. Nach November von 2010 nun die Folge-CD „5th House”. Alle Stücke hat er während der letzten Sting-Tournee 2010/11 geschrieben und so geht es auch stimmungsmäßig in eben diese Richtung. Die Setliste ist rein instrumental - ein Pluspunkt, kommt aber auch ohne besondere Ecken und Kanten aus - ein Minuspunkt. Millers Gitarre, mal sachte, mal etwas rockiger bedient, dominiert selbstredend auf weiten Strecken das Geschehen, ergänzt durch einen gerne mal leicht nach Plastik schmeckenden Sound der Keyboards von Mike Lindup (Level 42). An Bassisten hat Miller gleich drei Spezialisten hinzugezogen (Jimi Johnson, Nicolas Fiszman, Pino Palladino) und auch perkussionstechnisch gibt es eine prominente Doppelbesetzung (Vinnie Colaiuta, Rhani Krija). Merken tut man davon allerdings wenig, denn etwaige Gastambitionen wurden sorgsam weggeschliffen. Wenn man nicht so genau hinhört (und dazu neigt man leider auf Dauer), könnte „5th House” auch als ein instrumentelles Sting-Album durchgehen. Daran merkt man dann auch ganz nebenbei, welchen Einfluß der Argentinier auf den Songfuhrpark des ex-Polizisten hat. „5th House” gehört zweifelsohne wieder mal zu der Gattung „ganz nett, aber harmlos”. Für einen Mann dieses Kalibers also ein eher bescheidener Output.

www.dominicmiller.com