Neue Platten

Meeco - Beauty Of The Night

Genre: Pop-Jazz
Label: Connector Records (in-akustik)
Doppel-CD, VÖ: - 20.04.2012

Meeco heißt eigentlich Michael Christian Maier und stammt aus Berlin, ist allerdings mittlerweile zu seiner Muse nach Paris umgezogen. Und die flüstert ihm so manche herrliche Melodie ins Ohr, die er dann kunstvoll in chilligen Popjazz umsetzt. Gleich das erste Stück dieser Doppel-CD geht tief unter die Haut. Meeco hat dazu die brasilianische Sängerin Eloisia und den schwarzen Vibraphonisten Stefon Harris angeheuert, die diesen Song so einzigartig romantisch machen - ohne ein Quäntchen Kitsch, versteht sich. Aber der Mann am Vibraphon ist nicht der einzige Crack, der hier eine äußerst sensible Vorstellung gibt. Ebenfalls mit dabei sind u.a. der Cellist für das Einfühlsame, der Brasilianer Jaques Morelenbaum, die Bläser Bennie Maupin, Benny Golson, Hubert Laws, Eddie Henderson oder andere namhafte Jazzer der älteren Generation wie Buster Williams, Kenny Barron oder Victor Lewis. Neben der bereits erwähnten Eloisia hauchen dann noch Freddy Cole, Zé Manoel, Gregory Porter, Joe Bataan oder Jane Birkin ins Mikro. Das alles zusammen ergibt „Beauty of the Night”, ein traumhaftes Ensemble von stimmigen Easy-Listening-Jazznummern, die zwar so klingen, als wären sie aus einer anderen Zeit, tatsächlich aber taufrisch aus dem Ideenfundus von Meeco kommen. Direkt im Aufnahmestudio in einer Art Liveatmosphäre ohne Overdubs umgesetzt. Da zeigt sich am deutlichsten, dass hier wahre Profis am Werk waren.
Die zweite CD geht auf das Konto des ehemaligen Terranova Mitglieds Marco Meister und seinem Bruder Robert, die Meecos Stücke diversen Remix-Durchläufen unterzogen haben. Die elf Songs hauen einen nicht eben vom Hocker, dafür haben sie aber allesamt ein gutes Café del Mar Chill-mich-Niveau. Wem das genügt, hat zu den acht Songs von CD 1 eine ganz passable Erweiterung mitgekauft.

www.meecomusic.com