Neue Platten

Robert Fripp - The Wine of Silence

Genre: Orchestermusik
Label: DGM (Galileo-MC)
CD, VÖ: - 30.04.2012

Wenn Musiker in die Jahre kommen, werden sie in der Regel immer peinlicher. Nur wenige schaffen es, seriös zu bleiben und noch weniger schaffen es, sich zu kulturellen Ikonen zu entwickeln. Robert Fripp gehört sicher zu den wenigen Aufrechten im Musikbusiness unserer Zeit, die man uneingeschränkt ernst nehmen kann. Es war ein langer Weg vom Court of the Crimson King bis zur Gegenwart, bis zu „The Wine of Silence“, das durchaus in einem Atemzug mit den Werken von Arvo Pärt oder Henryk Górecki genannt werden kann.
2003 beendete der in England lebende Komponist Andrew Keeling seine Arbeit an einer Serie von detaillierten Orchester-Arrangements von Stücken aus Fripps Solo-Auftritten, die sorgfältig von Bert Lams (California Guitar Trio) transkribiert wurden. Das holländische Metropole Orkest unter der Leitung von Jan Stulen sowie der Koor Nieuwe Muziek spielten diese Arbeiten im Juni 2003 im Amsterdamer Paradiso ein. Sehnsuchtsvolle Melodien, dramatische Choral-Sequenzen und wunderschöne Streichermotive entführen einen in seine Welt der fließenden Klänge, wie sie packender kaum sein können. Keelings einfühlsame und oft überraschende Orchestrierungen bringen die Träumereien, Passionen und Kontemplationen aus dem Innersten der Frippschen Seele zur vollen Entfaltung. Eine beeindruckende und höchst erhabene Musik.

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