Neue Platten

Fela Kuti - Live in Detroit, 1986

Genre: Afrobeat
Label: Knitting Factory Records/Strut (Alive)
Doppel-CD, VÖ: - 11.05.2012

Der Kaiser des Afrobeats ist unumstritten Fela Kuti. Seine Söhne verwalten heute wacker sein Erbe, würden aber ohne den Kultstatus ihres Vaters sicher nur unter „ferner liefen” ihr musikalisches Dasein fristen. Fela starb 1997 in Lagos an AIDS, war wegen seines Lebenswandels nicht ganz unumstritten, wurde aber wegen seiner politischen Einstellung einerseits schnell zum Fürsprecher einer ganzen Nation, andererseits auch zum Staatsfeind, den man „just like that” wegen nichtiger Vorwürfe wegsperrt. So geschehen 1984. Dank der Mithilfe von Amnesty International wurde Kuti im April 1986 wieder auf freien Fuß gesetzt und bald darauf startete er zu einer umjubelten USA-Tournee. Das Konzert vom November 86 im Detroiter Fox Theatre war eines der beeindruckensten, kam mehrfach als Bootleg in Umlauf und ist jetzt ganz legal als einigermaßen passabler Mitschnitt auf einer Doppel-CD zu haben. Gerade mal vier Stücke beinhalten die beiden Scheiben. Zu hören ist „Just Like That” (knapp 30 Minuten), „Confusion break bones” (knapp 41 Minuten), „Teacher don’t teach me nonsense” (34 Minuten) und „Beasts of no nation” (knapp 39 Minuten). Vier Mammutsessions, die besser als alle Studioalben Kutis seine Band „Egypt 80” in all ihrer musikalischen Vielfalt zur Geltung bringt, ganz zu schweigen von der einzigartigen Persönlichkeit Kutis und seinem zeremonienhaften Umgang mit frei gestalteter Musik. Ein emotionales aber auch agitatorisch beeindruckendes Schauspiel und natürlich schweißtreibender Afrobeat in Bestform.

www.fela.net