Neue Platten

Burkina Electric - Paspanga

Genre: Westafrika
Label: Cantaloupe (Naxos)
CD, VÖ: - 29.06.2012

Geografische Grenzen existieren im Musikgeschäft nicht. Daher lassen sich auch mit Leichtigkeit Österreich, Deutschland und Burkina Faso miteinander verknüpfen. Wir sprechen also bei „Burkina Electric” von symbiotischer Musik, von Musik im Sinne von „Weltmusik“, ohne dieses abgenutzte Schlagwort jedoch weiter zu bemühen. „Burkina Electric” besteht aus vier Musikern: Sängerin Maï Lingani und Gitarrist Wende K. Blass, beide aus Burkina Faso sowie Lukas Ligeti, seines Zeichens Komponist und Schlagzeuger aus Wien, mit Wohnsitz New York und Kurt Dahlke aka Pyrolator aus NRW, der hier mit elektronischem Werkzeug hantiert.
Was ursprünglich nur für eine Tournee durch Österreich geplant war, wuchs sich sehr schnell zu einem komplexen Thema aus und war rasch der Basisstoff für eine ganze CD. Wie der Name schon andeutet, handelt es sich bei Burkina Electric um die Verbindung von traditionellen westafrikanischen Songelementen mit Bestand­teilen der elektronischen Musik. Ein Unterfangen, das nicht unbedingt neu ist und in der Vergangenheit bereits zu Projekten geführt hat wie „Frederic Galliano and the African Divas” oder zu „Electro Bamako” mit Mamani Keita und Marc Minelli.
Burkina Electric dagegen spezialisieren sich auf weitgehend unbekannte westafrikanische Rhythmen oder widmen sich zudem der eigenen perkussiven Kreativität. Ligeti als wandlungsfähigem Schlagwerker und seinen beiden schwarzen Partnern gelingt es daher recht eindrucksvoll, kraftvolle Tanzbeats auf die Beine zu stellen, die durch die Arbeit des Pyrolators noch zusätzlich gewürzt werden. Das Tüpfelchen auf dem i allerdings ist die Sängerin Maï Lingani, bei der alle Fäden zusammenlaufen und ohne die dieses Album sicher nur halb so gut wäre.

www.burkinaelectric.com