Neue Platten

Foals - Tapes

Genre: Crossover
Label: !K7 (Alive)
CD, VÖ: - 02.07.2012

Foals wurden 2005 in Oxford gegründet und bezeichnen sich selbst als eine Indie-Band, die auch von Techno und House beeinflußt ist. Für das Berliner !K7-Label die dritte Ausgabe der „Tapes”-Reihe anfertigen zu dürfen, ist daher wie ein musikinterner Ritter­schlag. Folglich haben sich Edwin Congreave und seine Mannen alle Mühe gegeben, dieser Ehre gerecht zu werden.
Was auf einer CD weniger Sinn macht, aber immerhin dem nostalgischen Hinter­gedanken einigermaßen Rechnung trägt, ist die Aufteilung in die Seiten A und B. Also: A steht für songorientiert und B für tanzorientiert. Entsprechend verhalten geht der Trip los, aber gleich an vierter Stelle werden Foals-Fans mit für Indie-Freaks etwas gewöhnungsbedüftiger Mucke bedient: südafrikanische Ethnobeats und dazu noch aus den 80er Jahren. Aber der gute alte Condry Ziqubu kommt gut und wird dann auch bald schon wieder von „The Invisible” und deren „London Girl“ abgelöst, die Sache rudert dann also schnell wieder in artgerechtere Fahrwasser zurück. Mit u.a. Blood Orange, Chateau Flight und Tony Allen (Carl Craig Remix) klingt der erste Teil aus.
Die Dancetracks wurden ganz nach DJ-Gesichtspunkten ausgesucht. Underground-House-Music (u.a. ein Frankie Knuckles Remix) und schwer pumpende Rhythmen sorgen für ein ausgewogenes Set mit stimmungstechnischen Schwankungen zwischen Trance und DeepHouse. Dazu zeitweilig ein wehmütiger Blick zurück in vergangene Zeiten, aber auch ein paar hippe Statements mit beispielsweise den stark elektrisierenden Beats von Konono No.1.
Die Compilation der Foals-Boys hat sämtliche Scheuklappen abgelegt und kann gerade dadurch einen tollen Erfolg verbuchen. 73 Minuten Spielzeit und 21 spannungsgeladene Tracks: Eine würdige Fortführung der „Tapes”-Reihe.

www.k7.com/foals-tapes