Neue Platten

Ragga Gröndal - Astrocat Lullaby

Genre: IndiePop
Label: Bella Records (Beste! Unterhaltung)
CD, VÖ: - 31.08.2012

Dass das kleine Island nicht nur eine grandiose Landschaft zu bieten hat, sondern auch noch ein reges und vielseitiges Kulturleben vorweisen kann, pfeifen ja mittlerweile die Spatzen von allen Dächern. Wer also in Unkenntnis dieses Fakts die isländische Musikszene immer nur auf Björk oder Sigur Ròs reduzieren will, sollte unbedingt mal bei Ragnheiður Gröndal, genannt Ragga, reinhören. Auf ihrem Eiland bekannt wie ein buntes Pony, hat sie bereits mehr als ein halbes Dutzend Veröffentlichungen zuwege gebracht, die teilweise sogar mit dem isländischen Music Award dekoriert worden sind. Und auch ihr erstes internationales Album „Astrocat Lullaby“ hat das Zeug, mit ein bißchen Glück ganz groß rauszukommen. Ragga Gröndal begibt sich hier ins Kielwasser von Tori Amos und Kate Bush, weiß aber sehr wohl, ganz eigene und unverwechselbare Akzente zu setzen. Ihre Stimme klingt immer ein wenig nach Quietscheentchen, aber das stört bei den verspielt und verträumt angelegten Songs kaum. Vorlagen hierzu holte sich Ragga bei der heimischen Folklore und werkelte diese mit Hilfe von Guðmundur Pétursson und ein paar anderen Freunden in handfesten Indiepop um, der mit vielen Perkussions­elementen, mehreren Gesangsspuren und geheimnisvollen Melodien aufwartet. Die beiden Bonustracks wurden zudem mit dem britschen Duo „The Fancy Toys“ aufgenommen. Eines der beiden Toys ist übrigens der Sohn von (Jethro Tull-) Ian Anderson. „Astrocat Lullaby“ ist ein wunderbares Kleinod, ein Überraschungsei aus dem hohen Norden, ein intelligent gemachtes Stück Folkpop.

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