Neue Platten

Habib Koité & Eric Bibb - Brothers in Bamako

Genre: Folk/Blues
Label: Contrejour (Broken Silence)
CD, VÖ: - 28.09.2012

Von Habib Koité weiß man, daß er ein geschmeidiger Geschichtenerzähler aus Westafrika ist. Geboren im Senegal und wohnhaft in Mali. Von Eric Bibb weiß man, dass er ebenfalls eine sehr ruhige Feder führt, allerdings eine von Blues und Gospel gezeichnete. Wie die beiden dann letztendlich zusammengefunden haben, ist erst einmal nicht überliefert. Fest steht jedoch, dass sich der US-Amerikaner nach Westafrika auf den Weg gemacht hat, um seinen afrikanischen Bruder im Geiste zuhause in Bamako zu besuchen, damit man ein wenig musiziere. Der erste Track dieser CD erzählt genau davon, von Bibbs Jungfernreise zur fernen Destination und schon da ist erkennbar, dass diese beiden Musiker keine Kontinente trennen, sondern sie ziemlich auf einer Wellenlänge arbeiten und sich sowohl inhaltlich wie auch musikalisch ziemlich gut ergänzen. Zusammen zupfen sie sich auf ihren Gitarren durch einen afrikanisch/amerikanischen Liederzyklus, singen in kaugummi und wolof, verlieren sich in akustischen Blues- und Griotgedanken und setzen ihre weltanschaulichen Gemeinsamkeiten sessionartig um. Koité singt von „Timbouctou“, Bibb steuert den Bob Dylan-Cover „Blowin’ in the Wind“ bei. Am Ende wird klar: sie gehören zwar unterschiedlichen Kulturen an, sind aber dennoch „Brothers in Bamako“. Zumindest vorübergehend.

www.contrejour.com