Neue Platten

Meshell Ndegocello - Pour Une Ame Souveraine …

Genre: Soul/Blues/Pop
Label: Naïve (Indigo)
CD, VÖ: - 05.10.2012

Viele schwarze Sängerinnen bewundern das Lebenswerk von Nina Simone und einige haben ihr gar ein sogenanntes „Tribute”-Album gewidmet. Malia, Mary J. Blige oder Dianne Reeves sind nur ein paar Namen der Popszene, die der Amerikanerin öffentlich gehuldigt haben. Doch noch ist die Inflationsgrenze nicht erreicht. Nun geht also auch die in Berlin geborene, aber seit ihrer frühen Jugend in den Staaten lebende, Meshell Ndegocello mit einer umfangreichen Ehrerbietung an den Start. Es ist ein sehr abwechslungsreiches Album geworden, nicht nur dank einer wohlfeilen Gästeliste, zu der u.a. Sinéad O’Connor, Lizz Wright und Cody Chesnutt gehören, sondern auch wegen der unterschiedlichen Stile und Auffassungen, die sich aus diesen verschiedenen Musikerkonstellation ergeben. So verliert sich Meshell im Alleingang gerne im elegischen Blues (Feeling Good) oder schwelgt in balladesken Retroarrangements. Zusammen mit ihren Gästen stehen u.a. Ausflüge in jazzige, rockige oder folkige Gefilde auf dem Programm. Dadurch ergibt sich ganz zwanglos ein bunter Querschnitt durch das Nina-Simone-Songbook, wobei sich Ndegocello nicht nur auf explizite Simone-Kompositionen verlegt hat, sondern auch auf Songs, die für die schwarze Diva geschrieben wurden oder mit denen sie große Erfolge feiern konnte. „The House of the Rising Sun” ist so ein Fall oder „To Be Young, Gifted and Black”. Fazit: Meshell Ndegocello hat der „âme souveraine”, wie sie sie nennt, ein würdiges Denkmal gesetzt.

www.meshell.com