Neue Platten

Skip & Die - Riots in the Jungle

Genre: Dance/World/Crossover
Label: Crammed Discs (Indigo)
CD, VÖ: - 12.10.2012

Sie sind jung und fanatisch, können Geld immer gut gebrauchen und gehören zu den Szene-Aufmischern. „Skip + Die“, das sind die weiße Südafrikanerin Catarina Aimée Dahms (genannt Cata Pirata), die jetzt aber in Holland lebt, der niederländische Produzent Jori Collignon sowie ein Schwung von Musikern, die zwischen Soweto und Johannesburg beheimatet sind. Skip und Die’s Vorlieben heißen HipHop, basslastige Beats und Elektronik-Wumme. Das alles vermischen Sie mit wuchtigen Technosounds, Ragga-Riddims und Worldmusic-Bestandteilen, die u.a. von einigen Mitgliedern der Amsterdam Klezmer Band beigesteuert werden. Das klingt nach einem wahren Tohuwabohu und das ist es im Grunde genommen auch. Sprachlich schon mal sowieso, denn neben englisch wird noch auf spanisch, portugiesisch, afrikaans, xhosa und zulu gesungen bzw. gerappt. Der daraus entwickelte Sound klingt nach Township-Disko, Experimentierbaukasten, Dritte-Welt-Jahrmarkt, rockender Jam-Session und Europop. Dass da nicht alles Gold ist was glänzt, versteht sich von selbst. Die „Cumbia dictadura” überzeugt durch fette Beats und Kirmes-Sounds, „Delhi Dungeon” dagegen klingt seltsam zusammengestoppelt und „Love Jihad” ist ein wirres Manifest aus Weltmusik-Samples, Sprechgesang und Elektro-Chaos. Vieles erinnert an das Konzept der CD Rio Baile Funk, wo es ebenfalls um einen subkulturellen Soundclash geht. Licht und Schatten liegen also bei dieser Produktion eng beieinander.

www.skipndie.com