Neue Platten

S.O.D.A. - Love Call

Genre: PopJazz
Label: Blue Pearls Music (Indigo)
CD, VÖ: - 12.10.2012

Da haben wir den Salat. Cooler Bandname ausgesucht und schon veraltet. S.O.D.A. hat sich ursprünglich aus den Vornamen der vier Gründungsmitglieder zusammengesetzt, die da waren: Sarah, Oliver, Dieter und Amirkasra. Sarah hat aber mittlerweile das Gefüge verlassen und wurde durch Patricia ersetzt. P.O.D.A. klingt allerdings ziemlich Banane, also hat man notgedrungen den alten Namen beibehalten. Dumm gelaufen, so kann’s gehen. Musikalisch allerdings geht bei den Wienern einiges, denn ihre elegante Mischung aus Pop, Jazz, Folk und Soul hört sich gut an, macht gute Laune zu lockerem Spiel, ist ausgereift und sehr relaxt. Hauptideen­lieferant ist der Bassist Oliver Steger, den die Kenner der Ösi-Szene bereits als Gründungsmitglied und knuffig agierenden Dicksaiter der Jazzfreaks von „Café Drechsler“ kennen. Bei S.O.D.A. allerdings stehen die Zeichen mehr auf Pop, der durch jazzige und soulige Beigaben verfeinert wird. Und was eignet sich da als Aufhänger und Markenzeichen besser als eine butterweiche aber dennoch standfeste Frauenstimme - zum Aufnahme­zeitpunkt noch Sarah Bidner, jetzt Patricia Breiteck. Hier laufen alle Fäden zusammen, die Vocals sind eindeutig das Salz in dieser Suppe. Gepfeffert wird auch und zwar nicht zu flau. Der iranische Perkussionist ist auf jedem Track präsent und wirbelt in erstaunlich behender Multitaskingmanier durch die S.O.D.A.-Küche. Hinzu kommen Herr Dieter Stemmer als umtriebiger Keyboarder und Gäste wie der Trompeter Lorenz Raab sowie der Gitarrist Johannes Specht. Den „Liebesruf” von S.O.D.A. sollte also nicht ungehört verhallen lassen. Hier sind Top-Leute am Start, die es verstehen, dem Groove-Imperium ein griffiges Stück Klubmusik hinzuzufügen und sich nicht nur auf schöngefärbtes Pop-Larifari zu beschränken. S.O.D.A. haben Stil.

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