Neue Platten

Monoswezi - The Village

Genre: World Jazz
Label: Riverboat Records (Harmonia Mundi)
CD, VÖ: - 18.01.2013

Es lebe die Gegensätzlichkeit: Eine Afrika-Skandinavien-Connection sorgt für frischen Wind im Jazzlager. Was sich erst einmal nach einem windigen ethnologischen Musik­experiment anhört, entpuppt sich bei genauerer Nach­forschung als ziemlich eingängiges und höchstinteressantes Klangwerk multinationaler Prägung namens Monoswezi. Tonangebend ist vor allem die aus Zimbabwe stammende Hope Masike, die, als eine der wenigen afrikanischen Frauen überhaupt, das Daumenklavier, die Mbira, bedient und zudem noch über ein überaus salonfähiges Gesangstalent verfügt. Ihr zur Seite steht der Sänger und Perkussionist Calu Tsemane aus Mozambique. In Gang gebracht wurde dieses fünfköpfige Ensemble aber von dem Norweger Hallvard Godal (Saxophon, Klarinette), seinem Landsmann Erik Nylander (Drums) sowie dem Schweden Putte Johander (Bass).
Monoswezi bewegen sich auf dem festen Boden des jazzigen Minimalismus, den die Amerikaner Philip Glass und Steve Reich auf ihre spezielle Weise gründlich vorbereitet hatten. Die rhythmischen Vorgaben stammen hier allerdings vom vorzüglich gespielten Daumenklavier und werden von subtiler Saxophonbegleitung untermalt. Der Gesang Masikes ergänzt die fein strukturierten Harmonien. Es lohnt sich also tatsächlich, diese multi-kulturelle Kollaboration einmal näher unter die Lupe zu nehmen. Man wird viele glanzvolle Details entdecken.

www.monoswezi.com