Neue Platten

Mop Mop - Isle of Magic

Genre: Funk/Jazz/Caribbean
Label: Agogo Records (Indigo)
CD, VÖ: - 01.03.2013

Um mal gleich wieder mit der Tür ins Haus zu fallen: Bei der „Magischen Insel” der italienisch-deutschen Formation MopMop handelt es sich um ein Traumalbum. Kein wenn und aber. Großartig. Oberste Sahne. Großes Tennis. Ein dicker Anwärter auf die Jahres-Top-10.
Die Eckinformationen: der Mann hinter MopMop ist der Norditaliener Andrea Benini (Jahrgang 1977), ein Musiker zwischen Gitarre und Perkussion, ein Künstler zwischen Funk, Jazz, Afro und Latin. Wohnhaft derzeit in Berlin, wo auch dieses Album aufgenommen wurde. Und das ist eine prickelnde Mischung aus unglaublich vielen Einzelteilen, die unter Beninis Ägide begnadet zusammengefasst wurden. Niemand würde wohl auf den Gedanken kommen, hier handele es sich um eine mitteleuropäische Band. Vielmehr drängen sich Vergleiche zu Acts wie „The Brooklyn Funk Essentials”, „The Last Poets” oder zum Afro-Beat-Drummer Tony Allen auf.
Das hochperkussive Album wird gewürzt mit den unterschiedlichsten stilistischen Eigenarten, die von Voodoo-Jazz über karibische Steeldrum-Klänge bis hin zu geheimnisvollen Afrika-Sounds reichen. Dazu Spoken-Word-Einschübe vom Briten Anthony Joseph, der von prä-kolonialen Zeiten in Afrika berichtet, unterlegt mit warmen Marimba- und Vibraphone-Sounds und energetischem Soul-Funk aus der Kehle von Sara Sayed, einer Künstlerin mit finnisch-ägyptischen Wurzeln. Was dieses Album nicht zuletzt so angenehm im Fluss hält, ist das beständige Verweilen in einer heimeligen aber immer spannenden Sound-Atmosphäre, die durch die Verwendung von analogen Aufnahmegeräten und Mikrophonen (dem sogenanntem Vintage-Equipment) und einer Vielzahl von involvierten Musikern noch verstärkt wird. Sehr cooler Soundtrack für einen mystischen Afrika-Thriller.

www.mopmop.com