Neue Platten

Mahala Rai Banda / V. A. - Balkan Reggae

Genre: Dub/Reggae
Label: Asphalt Tango (Indigo)
CD, VÖ: - 22.03.2013

Zurück, marsch, marsch ins Jahr 2009 zum Album Ghetto Blasters der Mahala Rai Banda aus Rumänien. Dort erlaubte sich seinerzeit die Gypsy-Formation mit dem Titel „Balkan Reggae” einen blechernen Ausflug ins Offbeat-Lager: Knarzig-gewaltige Brass-Sektion, gewürzt mit Akkordeon und Cimbalom - ein karibischer Schleicher der Extraklasse, made in Romania. Und weil den Mahalas zugespielt worden war, dass die Reggae-Insel Jamaika im Jahr 2012 den 50. Jahrestag ihrer Unabhängigkeit von Großbritannien feiert, entschloß man sich, dies zu würdigen und eben diesen Titel für eine ausgedehnte Remix-Session freizugeben.
Das Ergebnis läßt den Reggae- und Dub-Fan frohlocken: Insgesamt neun Versionen haben es auf die CD geschafft. Zwar sind nur sechs Tracks das Ergebnis einer mehr oder weniger direkten Jamaika-Connection, aber das schmälert die Klasse des Unternehmens nur wenig. Nimmt man ein paar Umwege in Kauf, passen die restlichen Bands dennoch gut mit ins Konzept. Kanka ist ein französischer Dubstep-Spezialist, La Cherga rekrutieren sich zwar zum großen Teil aus Ex-Yugoslavien, arbeiten im Studio und live aber immerhin mit Raggamuffin-Acts zusammen und Koby Israelite ist eh ein stilistischer Tausendsassa, in dessen Blut auch immer ein paar Liter Irie-Roots mitpulsieren. Herzstück des Albums ist natürlich der Mad Professor-Remix, aber auch das britische Nick Manasseh Soundsystem oder G-Vibes mit Erol Linton lassen keine Zweifel aufkommen, dass ihre Echokammern ein stabiles Fundament haben. Gute Idee also, rumänische und jamaikanische Dreads mal unter einen Hut zu stopfen.

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