Neue Platten

Maïa Vidal - Spaces

Genre: IndiePop
Label:Crammed Discs (Indigo)
CD, VÖ: - 05.04.2013

Hatten wir Maïa Vidal und ihr letztes Album God is My Bike noch als eine Knusperhäuschen-Neofolk-Romanze im Kopf, so müssen wir uns beim Folgealbum nun etwas umorientieren. Die elf neuen Songs, die sie fast im Alleingang auf die Beine gestellt hat, gehen zwar im Großen und Ganzen immer noch in die gleiche Stoßrichtung, sind nun aber um ein paar Hausnummern komplexer geworden, die Arrangements wurden ausladender und an manchen Stellen wuchtiger. Weg vom puppenspielerischen Drehorgel-Walzer, hin zum effektvolleren IndiePop-Songwriting. Alles was sich hinter ihrer Stimme abspielt, ist irgendwie erwachsener geworden, die Jungmädchen-Romantik ist einer sinnigeren Intensität gewichen. Viele Klangeffekte sind diesmal der Autoharp, einem Zither-ähnlichen Instrument, zu verdanken, das hier durch alle möglichen Filter und Prozessoren geschickt wurde. Das ergibt immer wieder eine geheimnisvolle Atmos­phäre, die dem Songwriting von Maïa Vidal sehr entgegenkommt. Am schönsten sind jedoch nach wie vor die etwas einfacher strukturierten Songs wie etwa „Katerina” oder der Titeltrack „Spaces”. Das soll nun beileibe nicht heißen, dass der Daumen nun nach unten zeigt. Ganz im Gegenteil: Maïa Vidal hat mit ihrem zweiten Album einen großen Schritt nach vorne gemacht und dadurch eine Menge an Unverwechselbarkeit hinzugewonnen.

www.maiavidal.com

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