Neue Platten

Lea W. Frey - How Soon Is Now

Genre: IndiePop
Label: Traumton (Indigo)
CD, VÖ: - 05.04.2013

Ein stimmiges Konzept wird weiter ausgebaut. Schon auf We Can’t Rewind hatte sich Lea. W. Frey mit ausgesuchten Coverversionen zum Liebling der Saison gemacht. Nun folgt der nächste, noch weiter ins Detail gehende Schritt. Ein neuer Schwung vom Aus­sterben bedrohter Songs aus der Pop- und Indieschublade werden quasi als Erste-Hilfe-Aktion atmungsintensiv wiederbelebt. „Julia” aus dem Hause Lennon/McCartney erfährt beispielsweise dank einer intensiven Herz­massage eine großartige Wiederauferstehung und „How Soon Is Now” von den Smiths mutiert nicht nur durch die eindrucksvolle Mithilfe der Gebrüder Meyer (an Gitarren und Bass) zu einem fantasievollen Trip durch Zeit und Raum. Apropos Meyer: die ansonsten im kreativen Jazz beheimateten Brüder würzen nicht nur die beiden bereits erwähnten Titel mit einer gelungenen Mischung aus ausgefuchster Fußpedal-Elektronik und unkonventioneller Instrumentenhandhabung, auch alle anderen Stücke könnten ohne das umfangreiche Kreativpotenzial der beiden sicher nur die halbe Miete einfahren. Die anderen 50 Prozent kommen logischerweise von der Chefin herself, die mit ihrem ungetrübten Sinn für das Stimmige immer wieder neue Klang-Facetten auftut, etwas, was auf ihren Produktionen jedes mal aufs Neue begeistert. Klar, dass da auch dieses Album recht schnell zu einem ziemlich besten Freund wird.

www.leawfrey.de

Die Meyer-Brothers im Jazz:
MSV Brecht - Hippie Tunes
Meyer, Baumgärtner, Meyer - Melt