Neue Platten

Annuluk - Ushna

Genre: Crossover
Label: Kick the Flame (Broken Silence)
CD; VÖ: - 12.04.2013

Annuluk - das klingt nach Alaska, nach Inuit, nach Lebertran, nach Schamanentum. Irgendwie alles falsch. Denn Annuluk kommen aus unserem Wilden Osten, genauer gesagt aus dem Raum Jena/Leipzig. Eine Newcomerband mit einer gewissen „Misha“ an der Gesangsspitze, die im wahren Leben Michaela Holubova heißt. Das mit dem Schamanentum ist dann aber doch nicht ganz so weit her geholt und da liegen wir dann mit der eingangs erwähnten Mutmaßung doch gar nicht so falsch.
Die Musik von Annuluk tendiert nämlich in einer nicht unerheblichen Weise zu einem Touch von Esoterik, mehr noch, zu einer gewissen weltmusikalischen Spiritualität, zu einer indigenen Klangornamentik, die sich hin und wieder mit urbanen Beats und elektronischen Zutaten schmückt. Es wird also ein ganz schönes Durcheinander geboten, es riecht nach einer komprimierten Weltumrundung in 50 Minuten. Mal ein bißchen Afrika, mal ein bißchen Türkei, mal ein bißchen Italien, mal ein bißchen Mongolei, mal ein bißchen Arabien, mal ein bißchen China. Angerichtet auf einem Fundament aus Ambient-Sounds, einem bißchen IndiePop, etwas Jazz und ein wenig Dub. Im Endeffekt kommt das alles gar nicht mal so schlecht rüber, ist aber auf Dauer vielleicht etwas überfrachtet und zu detailverliebt. Hinzu kommt noch, dass sich „Misha” fast durchgehend einer reich verzierten Phantasiesprache bedient, was unter dem Strich dann auch etwas strapaziös mitzuverfolgen ist. Fazit: ein sehr ambitioniertes Werk mit einem bißchen des Guten zu viel.

www.annuluk.net