Neue Platten

Samba Touré - Albala

Genre: Westafrika
Label: Glitterbeat (Indigo)
CD, VÖ: - 03.05.2013

Das Label „Glitterbeat” - unschwer zu erraten - ist ein Ableger von „Glitterhouse”, dem renommierten Indie-Label aus NRW, das sich vor allem mit Americana-Musik einen international anerkannten Namen gemacht hat. „Glitterbeat” dagegen kümmert sich vorwiegend um Musiker aus dem Nordwesten des Schwarzen Kontinents, vor allem Dank der Initiative von Chris Eckman (Walkabouts/Chris and Carla), der nicht nur die CDs vieler Touareg-Bands, sondern auch dieses Album von Samba Touré betreut hat. Samba Touré kommt aus dem Norden von Mali und da hat man sowohl als Musiker als auch als profaner Bürger derzeit nicht viel zu lachen. Dass dennoch ein Album wie dieses zustande kommt, ist fast schon ein kleines Wunder und zeugt von ungebrochenem Optimismus, den das Land auch dringend braucht. Trotzdem ist der Grundtenor von „Albala” eine Mischung aus Trauer, Melancholie und Schwermut. Samba Touré war einst Mitglied der Band von Ali Farka Touré und hat daher schon länger den Wüstenblues im Blut. Sein Gitarrenspiel ist zwar nicht virtuos, trifft aber genau die Stimmungslage, die momentan vorherrschend ist. Begleitet wird Touré von den Instrumenten Ngoni, Conga und Djembé, als Gastmusiker taucht auf einigen Stücken Hugo Race auf, australischer Rocker und ehemaliger Weggefährte von Nick Cave. „Albala” bedeutet „Gefahr” und spiegelt den Status Quo in Mali wider. Es ist eine stille Musik, mit teilweise hypnotischem Charakter und dennoch von beeindruckender Tiefe.

www.samba-toure.com
www.glitterbeat.com

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