Neue Platten

British Electric Foundation - Music of Quality & Distinction Vol. 3 - Dark

Genre: Elektro-Pop
Label: Wall of Sound (Alive)
CD, VÖ: - 07.06.2013

Die British Electric Foundation ist im Prinzip ja schon ein halbes Fossil. 1980 von Martyn Ware gegründet, sollte sie eine Produktionsfirma sein, die vielversprechenden Musikern als Plattform dienen sollte, ganz spezielle, persönlich-individuelle Cover­versionen anzufertigen. Über die Jahre wurde die BEF so zu einem Markenzeichen von besonderer Qualität. Das Ergebnis dieser Bemühungen mündete in der CD-Reihe „Music of Quality and Distinction“, von der wir hier nun die dritte Ausgabe vor uns haben. Ware, der alte Heaven 17- und Human League-Recke, ist auch diesmal wieder bemüht, etablierte Künstler aus seiner eigenen Jahrgangsklasse, aber auch neue Talente entweder neu zu puschen oder weiter ins Rampenlicht der Öffentlichkeit zu schieben. So sind die 16 Coverversionen auf Volume 3, das übrigens den Zusatz „Dark“ trägt, eine Mischung aus Ikonen der Elektro-Pop-Szene der 80er, aber auch eine Spielwiese von aktuellen Youngcomern. Wir finden u.a. Kim Wilde, Boy George, Andie Bell (Erasure), Glenn Gregory (Heaven 17) oder Sandie Shaw neben Musikern wie Kate Jackson, Sarah Jane Morris oder Max Pokrovsky, die ihren Lieblingsstücken von u.a. Stevie Wonder, Kate Bush, Bronski Beat oder Abba einen ganz neuen Schliff verleihen. Skurrilitäten und Abstruses ist dabei, Überzogenes und Geniales. Am besten gefallen uns die Neuauflagen wie der Sinatra-Hit „It was a very good years“ (interpretiert von Glenn Gregory), der Beach Boys-Heuler „God only knows“ (interpretiert von Shingai Shoniwa) und der Dusty Springfield-Song „The Look of Love“ (interpretiert von Polly Scattergood). Was an allen Songs dieser Compilation allerdings „dark“ sein soll, weiß vermutlich nur Martyn Ware himself.

www.britishelectricfoundation.com