Neue Platten

Alma - Nativa

Genre: Volxmusik
Label: Col Legno (Harmonia Mundi)
CD, VÖ: - 29.05.2013

Im Bereich der sogenannten „Volksmusik“ existieren zwei Parallelwelten. Hier die antiseptische aber gleichermaßen dumpfe Abteilung der televisionären Schunkel- und Mitklatsch-Berieselung, dort die Abteilung der wurzeligen und ehrlichen Dorfmusik, wie sie in letzter Zeit aus allen Ritzen der alpenländischen Regionen sprießt. Im Nachbarland Österreich ist man in dieser Hinsicht besonders fleißig und innovativ. Und speziell das Wiener Label „Col Legno“ ist da ein unermütlicher Förderer der alternativen Kulturszene.
Dort erschien nun auch das prächtige Album „Nativa“ des Quintets „Alma“.
Vier junge Damen und ein junger Bursch aus den verschiedensten Ecken des Alpenlandes sind angetreten, dem Thema „Volksmusik“ ein neues, interessantes Kapitel hinzuzufügen. Herz und Seele von „Alma“ ist Julia Lacherstorfer, die die meisten Songs geschrieben hat und auch für fast alle Arrange¬ments verantwortlich zeichnet.
Nomen est omen: „Alma“ machen im wahrsten Sinne des Wortes „beseelte“ Musik, die Althergebrachtes mit Modernem verbindet und dabei großen Wert auf Melodie, Rhythmus, Emotion und Tanz legt, also eine Brücke schlägt zwischen Stadt und Land, zwischen Tradition und Kreation. Zum Einsatz kommen drei Violinen, ein Akkordeon und ein Kontrabass und selbstverständlich ist auch der Gesang auf alle fünf Protagonisten verteilt. Das Repertoire reicht von Badezimmer-Beats bis zum Almschrei, vom bretonischen Bourrée bis zum Steirer Echojodler. Polka, Walzer und Musette inklusive. Gecovert wird natürlich auch: Zum einen „Der Mond ist aufgegangen“ mit großer Chorbegleitung, zum anderen „Fly me to the Moon“, bekannt durch Frankieboy Sinatra.
Der Grundstein zu „Alma“ wurde 2011 gelegt. Der Erstling „Nativa“ ist vielversprechend, wenn nicht sogar grandios. Da will man schnell mehr, am besten gleich und sofort.


www.almamusik.at