Neue Platten

Django 3000 - Hopaaa!

Genre: FolkPop Bayern
Label: Südpolrecords (Rough Trade)
CD, VÖ: - 20.09.2013

Ja, da sind sie also wieder, die jungen Wuiden aus dem Chiemgau und unser Anliegen von damals, eine Fortsetzung von Django 3000 möge doch bittschön recht bald folgen, wurde erhört. Nun halten wir also „Hopaaa!” in Händen und können frohlocken: Auch die zweite passt. Wenn auch mit zwei kleinen Abschlägen, doch dazu am Ende. Los geht’s jedenfalls mit einem hoppsigen Gypsy-Disko-Feger, dem die bayerische Mundart prächtig zu Gesicht steht. Zupfbass, Fiedelgeige und Wuffta-Schlagzeug laden zum Polka-Tanz. Statt „gemma” also „hopaaa”. Das nächste Highlight dürfte dann sicher der „Danz ums Feia“ sein, eine sehnsüchtige Lagerfeuer-Melodie mit kerniger Linguistik und stampfenden Beats. Dass es aber auch feinfühliger geht, beweist „Auf und davo”, ein poetischer Ritt durch die weite Django-Welt. Ganz runter in die weichen Knie geht’s dann mit „Hey Mam”, eine melancholisch-pathetische Ballade, die allerdings gleich wieder von einem „wuiden reissa“ aufgefangen wird: „Herz wia a Messa” stammt aus der Feder des Zwirbelbart-Geigers Florian Starflinger und rockt kräftigt drauf los. Gemäß den Django Reinhardt-Statuten der Band ist „Koda und Katz” angelegt. Geschrubbter Gitarren- und eleganter Geigen-Swing machen diesen Titel zu einem weiteren Highlight. Weniger geglückt scheint indes die Coverversion von „Paint it black”, die etwas arg gestellt daherkommt. Ebenso können wir uns nur bedingt für den Ausflug ins englischsprachige „Gypsy in me” begeistern. Sicher hätte das bayerische auch hier eine passende Lyrik hergegeben. Aber trotzdem: vergelt’s Gott, Album Nummer zwei hält, was wir uns erhofft hatten.

www.django3000.de