Neue Platten

Al Andaluz Project - Salam

Genre: Folk/Spanien
Label: Galileo-MC (Galileo-MC)
CD, VÖ: - 25.10.2013

Es ist das dritte Studioalbum dieser deutsch-spanisch-marokkanischen Truppe, die den vergangenen Geist vom arabischen Reich Al Andaluz heraufbeschwört, der im Spanien des Mittelalters herrschte und wo die drei Religionen Islam, Christen- und Judentum im Großen und Ganzen ziemlich friedlich mit- und nebeneinander lebten. „Salam” ist iberische Mittelmeermusik mit antikem Anstrich, es sind Stücke in arabisch-andalusischer Tradition, aber auch klassische arabische Lieder, in denen die Poesie als höchste Ausdrucksformen der Annäherung an Gott zum Ausdruck gebracht wird. Klingt einigermaßen pathetisch, ganz wie die Musik, die hier zu hören ist. Zwar muss man auf „Salam”, wie auch bei anderen CDs des Al Andaluz-Projects, mit dem Einsatz von Drehleiern, Flöten, Dudelsäcken und weiteren medievalen Instrumenten leben, aber hat man sich erst einmal in den speziellen Kanon der acht Musiker eingehört, kann man diesem mittelalterlichen Treiben durchaus auch ein paar positive Seiten abgewinnen. Mit ins Repertoire einbezogen wurden diesmal Inter­pretationen von Melodien der Troubadoure, wie man sie auch am spanischen Königshof gerne gehört hat. Man beschränkt sich also nicht nur auf den andalusischen Raum. Im Mittelpunkt dieser CD stehen natürlich wieder die drei Sängerinnen, die die einzelnen Kulturen repräsentieren, die hier im musikalischen Wettstreit liegen: Die Spanierin Mara Aranda, die Marokkanerin Iman Kandoussi sowie die Deutsche Sigrid Hausen. „Salam” bedeutet „Frieden”. Leider verdeutlicht diese friedvolle CD allzu deutlich, dass der gebotene kulturelle Inhalt mit der heutigen Religionsrealität nichts mehr zu tun hat.

www.alandaluzproject.de

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