Neue Platten

Eli Degibri - Twelve

Genre: Jazz
Label: plus loin music (Edel Kultur)
CD, VÖ: - 01.11.2013

Über die Bedeutung der Zahl 12, die er über sein neues Album gestellt hat, läßt Eli Degibri seine Hörer zunächst einmal im Unklaren. Mag sein, dass es die Anzahl der Jahre ist, die er als Israeli in den USA verbracht hat, um dort u.a. bei Herbie Hancock oder Al Foster in die Lehre zu gehen. Denn inzwischen ist er wieder in Tel Aviv gelandet und hat dort „Twelve” eingespielt. Ein melodiöses Jazzalbum, das seiner Aussage nach einen Spagat zwischen der Jugend und dem Erwachsensein darstellt. Er selbst bläst sein Saxophon in einer sehr abgeklärten und klaren Art, umgibt sich aber mit einem Pianisten namens Gadi Lehavi, der gerade mal knapp halb so alt ist wie erst selbst und Degibri zählt im Jahr 2013 genau 35 Lenze. Lehavi war also zum Zeitpunkt der Aufnahmen schlappe 16. Und Schlagzeuger Ofri Nehemya brachte es damals auf immerhin 18. Wunderkinder des Jazz also, die hier mit einem Semi-Youngster um die Wette zaubern. Der vierte im Bunde ist Bassist Barak Mori. Das durchwegs spannungsreiche Repertoire wird ergänzt durch einen lateinamerikanischen Einschub, das tangotriefende „Llora mi amor”, bei dem Shlomo Ydov seine sonore Stimme zum Besten gibt. Eli Degibri zählt mit diesem Album klar zu den Senkrecht­startern im israelischen Jazz.

www.degibri.com