Neue Platten

Holly Williams - The Ones We Never Knew

Genre: Singer/Songwriter
Label:Universal South/Wrasse (Harmonia Mundi)
CD, VÖ - 16.11.2005

Holly stammt aus Nashville und heißt auch noch Williams mit Nachnamen. Da drängt sich einem natürlich der Verdacht auf, sie könnte etwas mit dem berühmten Hank zu tun haben. Und in der Tat: Hank Williams ist ihr Opa. Aber dennoch klingt sie alles andere als nach schnödem Country. Holly Williams ist eine gestandene Songwriterin, die ihre Roots zwar nicht verleugnet, aber eher in der Tradition von Mädels wie Ane Brun oder Eleni Mandell steht und dies vollzieht sich über die gesamte Länge dieses Albums.
Milde bis zärtliche, von persönlichen Erlebnissen erzählende Songs sind ihre Stärke, die akustische Gitarre ist ihr steter Begleiter, wenngleich sie auch gerne mal ab und zu in einer kompletten Bandbesetzung arbeitet und dabei auch etwas voller klingt. Country-Elemente äußern sich lediglich in Form einer Steel-Guitar, die aber zu keiner Zeit in breit getretener Form nervt, sondern sich dezent im Hintergrund hält.
Angenehm zu beobachten: Die große Blonde aus Nashville legt sich mit viel Passion ins Zeug, man hat also immer den Eindruck, egal ob sie die Saiten ihrer Gitarre oder ihres Flügels bearbeitet, daß sie auch hinter dem steht, was sie da von sich gibt. Ein besonders gelungenes Beispiel dieser ausgeprägten Leidenschaft für ehrliches Songwriting: Memory Of Me, eine intime wie melancholische Rückschau auf eine Beziehung, die nicht wieder herzustellen ist. Von solch gelungenen Werken gibt es nicht sehr viele auf dem Markt und um so höher ist die Arbeit von Frau Williams einzuordnen.

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