Neue Platten

Cakewalk - Transfixed

Genre: Jazz Rock Alternative
Label: Hubro (Sunny Moon)
CD, VÖ: - 17.01.2014

Nach wie vor schwere Kost, was uns die Norweger da vorsetzen. Im Vergleich zum Vorgängeralbum Wired geht das Trio jetzt noch mehr in die Tiefe der Improvisation und der wuseligen Jam-Sessions, die bei den neuen sechs Stücken allerdings auf maximal 8 Minuten Spielzeit eingedampft wurden. Was hier zutage tritt, ist nach Ansicht der Band eine Art musikalisches Freistilringen zwischen Rock, Noise, Jazz und zeitgenössischer Musik (was immer man darunter verstehen mag). Hat man erst einmal den wuchtigen Einstieg mit dem Titel „Ghosts” hinter sich gebracht, kann man fast zur Entspannung übergehen und einem eigenwillig interpretierten Glockengeläut lauschen, das in diesem Rahmen fast schon als harmonisch zu bezeichnen ist. Der folgende Titeltrack wiederum erweist sich als einigermaßen sperrig und man hat Mühe, den Nordmännern bei ihrer Reise in höllische Abgründe zu folgen. Dem apokalyptischen Trip folgt sogleich ein weiterer, der allerdings etwas weniger wuchtig, dafür aber wesentlich rhythmischer ausfällt. Wie sich mit einem Modular-Synthesizer ein Zen-Ambiente aufbauen lässt, beweist der Titel „Dive”, bei dem Espen Sommer Eide einen entsprechenden Gastpart übernimmt. Den Abgang markiert „Dunes”, eine langsame, hypnotische Hymne im Halbdunkel zwischen Düsternis und Sonnenaufgang. „Transfixed” ist ein spannendes Album, das allerdings erarbeitet bzw. erhört werden will.

www.cakewalknorway.tumblr.com