Neue Platten

Michael Keul and Superfocus -

Genre: Jazz
Label: Organic Music
CD, VÖ: - 14.02.2014

Ein Schlagzeuger als Bandleader. Ein Mann aus der zweiten Reihe also. Bühnen­technisch gesehen. Präsent ist Michael Keul auf seinem namenlosen Album natürlich immerzu, sei es als aktiver Musiker oder hier und da als Komponist. Meist beschränkt sich das Repertoire dieses Album jedoch auf die Interpretation von bereits Existierendem, es wird also schwer gecovert. Vorlagen von u.a. Joe Zawinul, Milt Jackson, Coleman Hawkins oder Hank Jones werden geboten. Um sich versammelt hat Keul insgesamt vier weitere Musiker. Meist im Rampenlicht steht Scott Hamilton mit seinem Tenorsaxophon, aber auch Tizian Jost verleiht diesen Auf­nahmen mit seinem Vibraphon wohlige Wärme. Dazu gesellen sich Bernhard Pichl am Piano und Rudi Engel am Bass. Der Schwabe Michael Keul nennt das, was er macht, simpel und einfach „Jazz”. Kaum ein anderer ist so direkt und klar bei dieser Aussage. Es gibt also keinen Crossover, keine Grenzüberschreitungen, keine Experimente. Der „Superfocus” liegt also auf dem Reinheitsgebot. Langweilig ist dies keineswegs, vielmehr kann man sich bei den neun Aufnahmen entspannt zurücklehnen und genießen, ohne verschreckt oder gar genervt zu werden. Manchmal kann purer Jazz auch sehr relaxt sein.

www.michaelkeuldrums.de