Neue Platten

Dominic Miller - ad hoc

Genre: Jazz/Rock
Label: Q-rious Music (edel-kultur)
CD, VÖ: - 21.02.2014

Es ist wieder mal das berühmte „Fishing for Compliments”, wenn Dominic Miller zu den Aufnahmen dieses Album bemerkt: „… deswegen habe ich mit voller Absicht keine Demofassung vorbereitet … ich wußte also nicht, wie alles klingen würde …”. Mal ehrlich: der Mann ist Vollprofi. Daher war das Risiko, dass der Sound grottig wird, eher gering. Und ein Gitarrist wie Dominic Miller umgibt sich nicht mit Musikern, die er nicht kennt oder schätzt. Also ist alles so gekommen, wie erwartet: „Ad Hoc” ist ein echtes Miller-Album, sauber, mild, atmosphärisch, fast perfekt. Wenn da nicht die Sache mit Sting wäre. Denn wie wir schon in unseren letzten Kommentaren zu „5th House” bemerkt haben: der „Sting”-Faktor ist auch bei „Ad Hoc” wieder mehr als deutlich zu spüren. Aber Miller ist auch lernfähig. Die nervigen Sounds von Keyboarder Mike Lindup (Level 42) sind gottseidank verschwunden, dafür bläst nun Sebastian Studnitzky ein gediegenes Horn, ein wahrer Glücksgriff für dieses Album. Dagegen säuselt mehr überflüssig als recht die Albanerin Eda Zari gelegentlich ins Mikro. Hätte man auch ohne auskommen können. Ein weiterer Gast, der Geiger Peter Tickell aus Newcastle wiederum ergänzt den Sound dieser CD um eine neue interessante Dimension. Zusammenfassend kann man also sagen, dass „Ad Hoc” wesentlich hörbarer ist als ein Vorgänger und auch weniger kunststoffhaltig.

www.dominicmiller.com

Dominic Miller so far:
November
5th House