Neue Platten

African Rebel Music - (V. A.)

Genre: Reggae/Dancehall
Label:OutHere (Hausmusik)
CD, VÖ - 30.01.2006

Viel Info zum Thema RootsReggae und Dancehall in Afrika erwartet einen im Booklet zu dieser CD. Chef-Rechercheur Jay Rutledge hat mal wieder sein informatives Füllhorn ausgekippt und präsentiert uns nicht nur Wissenwertes vom Schwarzen Kontinent, sondern er ergänzt diese Info auch noch mit einer langen Latte von exquisitem Songmaterial, das durch die Bank zum Hotten geeignet ist. Je nachdem, mal elegant-relaxed, mal aufgeregt zappelig. Quer durch Mama Afrika geht die Reise. Wir hören Roots Reggae aus Ethiopien, der Elfenbeinküste und Kenia, Raglife aus Ghana, Reggae aus Lagos, Dancehall aus Kapstadt und Uganda und noch jede Menge mehr. Die Auswahl ist klug zusammengestellt und das Spektrum entsprechend beeindruckend breit gefächert. Hänger kann man auch nach mehrmaligem Hören nicht ausmachen. Das ist selten bei Samplern und macht diesen hier zu einem vollgepackten Bauchladen schwarzer Tanzmusik.
Besonderes Augenmerk verdienen u. a. die Tracks von Leo Muntu aus Zambia, die mit ihrer Mischung aus HipHop, R & B und lokalen Tanzrhythmen mächtig in die Vollen gehen oder die HipHop-Crew H2O aus Johannesburg, die mit dem orientalisch angehauchte Track „African” eine coole Reggae-Hymne beisteuern. Eine enge Bande verbindet Tiken Jah Fakoly mit Jamaica. Sein „Tonton D’America” liegt tief im Fahrwasser von Bob Marley und dem Master of African Reggae Alpha Blondy.
Man merkt jedem Track von „African Rebel Music” an, daß hier mit viel Insiderwissen operiert wurde. Die heißen Drähte von OutHere Records reichen scheinbar bis tief in die Zentren afrikanischer Reggae-Höhlen und fördern immer wieder Eindrucksvolles zutage. Reggae aus Afrika – eine unerwartet erfrischende Alternative zum Jamaica-Sound.

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