Neue Platten

Goodnight Monsters - The Brain That Wouldn’t Die

Genre: Finn-Pop
Label:Bone Voyage (Soulfood)
CD, VÖ - 28.11.2005

Was dabei herauskommt, wenn finnische Jungspunde erste Gehversuche im Pop-Business unternehmen, kann man auf dieser 11-teiligen Kurz-CD in Erfahrung bringen. Schon der Name „Goodnight Monsters” deutet ja auf eine gewisse kindliche Denke hin und auch auf musikalischem Gebiet verweisen Matti und Valtteri mehr auf Oberstufen-Selfmade-Rock, als auf ausgetüftelte Indie-Mucke. Daß diese Kinderzimmer-Produktion aber dennoch einen gewissen Charme aufweist, liegt zum einen daran, daß die beiden nach Herzenslust in der Retrokiste buddeln und dabei auch vor dem Stiebitzen nicht zurückschrecken, zum anderen zeigt die Unbekümmertheit mit der hier vorgegangen wird, daß man auch mit wenig Aufwand und ohne virtuose Handwerkskunst, aber mit umso mehr Enthusiasmus einigermaßen veritable Liedchen produzieren kann.
In das gleiche Horn stößt dann natürlich auch die Tatsache, daß die Aufnahme-Qualität eher einem sommerlichen Wochenendblockhaus, als einem High-End-Studio entspricht und dazu noch die vokalen Ausführungen so manches mal in bedenkliche Schräglage rutschen, was in diesem Fall natürlich auch nur konsequent ist, denn schließlich sind die zwei (bzw. vier, zählt man die beiden finnischen Aushilfs-Sly & Robbies noch mit) ja auch erst am Anfang ihrer Karriere. Schrammeln scheint auf jeden Fall die erklärte Lieblingsbeschäftigung zu sein und die verknarzten Holperrhythmen sowie die vereinzelt auftretenden Donovan-meets-Teenage-Fanclub-Bausteine passen dazu wie die Faust aufs Auge. Mag sein, daß solch ein Ausflug in die musikalische Grundschule auch seine hechelnde Fangemeinde findet, aber trotzdem hätte das Erstsigning des 22-Pistepirkko-Label Bone Voyage ruhig etwas anspruchsvoller ausfallen dürfen.

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