Neue Platten

Hundred Waters - The Moon Rang Like A Bell

Genre: Dream-Pop
Label: !K7 Records (Alive)
CD, VÖ: - 30.05.2014

Friedensreich Hundertwasser soll angeblich der Namensgeber dieser vierköpfigen Band aus Florida gewesen sein und wäre ihm diese CD bereits zu Lebzeiten in die Finger geraten, er hätte sie womöglich ganz gut gefunden. Schließlich war der leicht verschrobene österreichische Künstler sonderbaren Dingen jeglicher Art nicht gerade abgeneigt. Obwohl, so sonderbar und verschroben ist die Musik von Hundred Waters nun auch wieder nicht. Nach ihrem Debut-Album und dessen sich sogleich einstellendem Erfolg hat sich nun das OWSLA-Label bzw !K7 um die Fortsetzungsgeschichte bemüht, die natürlich auch wieder sehr eklektisch und eigenwillig ausgefallen ist. Vor allem geht das auf das Konto der Sängerin Nicole Miglis, die sich mit bittersüßer Kopfstimme durch alle Songs flauscht. Irgendwo zwischen Flüstern und Hauchen sind die Vokalparts angelegt und verbreiten eine pastellfarbige Stimmung aus Melancholie und romantischer Verklärung. Dazu geht natürlich keine Dampfhammermusik. Folglich passt sich die instrumentelle Umgebung den beseelten Gesangsstrecken an und schlängelt sich mit viel Elektronik und spaciger Geschmeidigkeit durch die 12 Tracks. Manche Songs türmen sich wie nachmittägliche Sommerwolken in den Himmel, um bald darauf in eine abendliche Stimmung aus chilliger Andacht und grazilen Pluckerbeats umzuschwenken. Hundred Waters haben mit „The Moon Rang Like A Bell“ ein sehr kuscheliges bis smart-cleveres Album fabriziert, das sicher zu den besseren Alben der Sparte Dreampop gehört.

www.hundred-waters.com