Neue Platten

John Escreet - Sabotage and Celebration

Genre: Jazz
Label: Whirlwind Recordings (Rough Trade)
CD, VÖ: - 20.06.2014

Wieder mal ein Jazzalbum mit Herausforderungen. Diesmal allerdings mehr für den Hörer, als für den Künstler selbst. Der britische Keyboarder John Escreet gilt in Fachkreisen als einer der dynamischsten und originellsten Musiker seines Jazzfachs. Dynamisch und originell übersetzt man in diesem Fall aber besser mit „schwierig“ oder „gewöhnungsbedürftig“. Denn das was Escreet auf „Sabotage and Celebration“ bietet, gleicht einem Saunagang mit anschließendem Sprung ins Eismeer. Einerseits kann er sehr gefühlvolle Parts schreiben, nicht umsonst hat er für diese CD ein Streicher-Ensemble sowie einige Blechbläser engagiert. Andererseits kann er sich und seine Mitmusiker (inkl. Jim Black an den Drums und Chris Potter am Tenorsaxophon) auch dermaßen in Rage bringen, dass einem vor lauter Freejazz-Kakophonie das Trommelfell dröhnt.
Angeblich hat die Musik des 30-jährigen ihren Hintergrund sowohl in den 70ern als auch in der aktuellen Pop-Musik. Vermutlich steckt aber noch viel mehr dahinter, denn bei solch einem Wust an kompositorischem Wirrwar verliert man gerne schon mal den Überblick. Nur was für schmerzfreie Spezialisten.

www.johnescreet.com