Neue Platten

Annuluk - MalaM

Genre: Crossover
Label: Kick the Flame (Broken Silence)
Doppel-CD, VÖ: - 25.07.2014

Bereits 2013 hatten wir uns schon verwundert die Augen gerieben und eifrig in den Gehörgängen gepult, welche wundersame Musik da im Sachsenland, genauer gesagt im Großraum Jena/Leipzig gezimmert wird. Die international besetzte Band Annuluk hatte gerade ihr Debut „Ushna“ herausgebracht und das war gar nicht so unübel. Elastische Worldbeats waren das, vielleicht ein bißchen zu viel Gefrickel, aber durchaus mit Potenzial. Nun präsentieren die Musiker um Sängerin Mischa gleich zwei neue Scheiben: eine kurze mit sechs neuen Stücken und eine etwas längere mit sieben Remixen der Ushna-CD.
Die neuen Stücke kommen gut, sind nicht mehr so überfrachtet und schlagen erneut einen weiten Bogen zwischen Asien, Orient und urbaner Klubmusik. Vor allem Michaela Holubová versteht es, mit ihrem Gesang und der undefinierbaren Fantasiesprache zum geheimnisvollen Gesamtbild beizutragen, mit dem sich die Band immer wieder umgibt. Die Arrangements von „MalaM“ wirken irgendwie reifer und ausgegorener und es macht zunehmend Laune, in diese abwechslungsreiche Welt aus frischen Ethno-Beats und dichten Tanz-Rhythmen mit einzusteigen.
Die Remixe unter der Überschrift „Metamorphosis“ stammen von Künstlern aus dem elektronischen Freundeskreis der Band. Dub-Experte Wadadda aus Köln, der Recycling-Mischer Karl Marx Stadt, der Leipziger Breakbeat-Tüftler LXC , die Italiener Alex Cerb und Umberto Pagliaroli sowie der Chef des Drumpanic-Labels haben sich, mal mit gutem, mal mit weniger zufriedenstellenden Ergebnissen ein paar Ushna-Tracks zur Brust genommen und sie in die Welt von Dub und Breakbeats übersetzt. Alles in allem aber ein sicherlich ganz annehmbares Update des ersten Albums.

www.annuluk.net