Neue Platten

Laura Moisio - Spiraali

Genre: Indie-Pop
Label: Beste! Unterhaltung (Broken Silence)
CD, VÖ: - 29.08.2014

Erscheinungsbild: blonder Rauschgoldengel, Stimme: zart und verführerisch. Das ist Laura Moisio aus Tampere, fast schon ein finnisches Bilderbuchmädel. Ihr 11-teiliges Debutalbum „Spiraali“ hat alles, was ein ansprechendes Werk zwischen Indie-Pop und Singer/Songwriter ausmacht: intime, romantische Arrangements, eine träumerische Grundstimmung, lauschige Instrumentierung von akustisch bis elektronisch, mit Gitarre, Akustikbass, Fender-Rhodes und zurückhaltendem Schlagwerk sowie ein leichtfüßiger Gesang, der hier ausnahmslos auf finnisch daherkommt und die Sache dadurch noch geschmeidiger macht. Von leichtem Walzer über üngekünstelte Lagerfeuersongs bis hin zu üppigem, radiotauglichem Pop reicht die Stilpalette.
Debutalben haben ja meist die Eigenschaft, dass der Künstler noch frei von der Leber weg frische Ideen umsetzt, ohne dabei von Fremdvorgaben oder Vergangenheitserfolgen beeinflusst zu sein. Insofern ist Laura Moisios Erstling angenehm scheuklappenfrei und voll von soundtechnischen Spielereien, die das Zuhören so behaglich machen. Man muss also nicht befürchten, von morschem Süßholz oder triefendem Schmalz zugemüllt zu werden. Alle Songs bleiben auf einem vergleichsweise hohen poetischen Popniveau und verströmen eine liebenswürdige, ja fast schon kuschelige Aura, sind einfach, ohne spartanisch zu sein, sind verspielt, ohne banal zu wirken. Ein sehr sympathisches Album.

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