Neue Platten

Skyggespill - Morphing Between Spaces and Phases

Genre: Electronics
Label: Optical Substance (Musikkoperatørene)
CD, Vinyl, Download; VÖ: - 05.09.2014

„Tales of Mystery and Imagination” könnte man fast meinen, wenn man das chillige Album von Kjetil Husebø durchhört, der hier unter dem Pseudonym „Skyggespill" (zu deutsch: Schattenspiel) firmiert. Der Norweger ist an sich dafür bekannt, Pianomusik mit Sampling und Elektronik zu verbinden, auf „Morphing Between Spaces and Phases” allerdings widmet er sich voll und ganz dem Skizzieren von artifiziell, d.h. elektronisch generierten, minimalistischen Klangbildern, losgelöst von starren Kompositions­mustern unter Zuhilfenahme von gleichbleibenden Grundtonstrukturen, den sogenannten „drones”. Um diese herum baut er fließende Welten auf, die mal geheimnisvoll vor sich hinplätschern, wie ein kleiner Gebirgsbach, andererseits aber auch die beklemmende Kraft einer Unterweltsapokalypse haben können, die allerdings immer wieder von einer positiv gestimmten Himmelfahrtsdynamik überlagert werden. Die Nähe zu Musikern wie György Ligeti, Christian Fennesz oder Geir Jenssen aka Biosphere liegt auf der Hand. Man braucht also nicht zu befürchten, die Sache könnte in Richtung Birkenstock-Esoterik abdriften. Dazu ist Kjetil Husebø ein viel zu seriöser Musiker.

www.kjetilhuseboe.wordpress.com