Neue Platten

Aquabella - Ayadooeh!

Genre: A Cappella
Label: Jaro Medien
CD, VÖ: - 12.09.2014

Close Harmony - das beliebte, aber nicht so ganz einfache Vokalkuscheln von Sangeskünstlern. Beliebtes Beispiel: die Comedian Harmonists aus den 30ern mit ihrem Gassenhauerrepertoire. Die sechs Jungs gelten bis heute als Vorreiter dieses Genres. Made in Berlin übrigens. Genau wie auch Aquabella, ein furchtloser Frauenvierer (fast) ohne Begleitung, der je nach Bedarf auch problemlos auf die doppelte Personenzahl aufgestockt werden kann und der überall auf der Welt nach Nachschub wildert, wo es etwas mehrstimmig zu reinterpretieren gibt. Bettina Stäbert, Claudia Karduck, Elisabeth Sutterlüty und Anja Herrmann gehören zur Stammfrauschaft und diese tiriliert hier formvollendet auf dem inzwischen schon sechsten Album. Insgesamt 16 neue Kostproben gilt es zu verkosten, von denen man viele natürlich schon kennt, wenn man auch nur ansatzweise ein wenig musikbewandert ist. Denn mit bekanntem Material erzielt man gerade in der a-cappella-Nische bekanntlich die besten „ayadooeh”-Effekte. So darf man u.a. vierspurige Fassungen von Pata Pata (Miriam Makeba), Mas Que Nada (Jorge Ben) oder Emoni Ennen (Sari Kaasinen, Gründungsmitglied der finnischen Band Värttinä) bestaunen, aber auch viele traditionelle Volkslieder, wie die Roma-Hymne Ederlezi, das japanische Sakura oder das yemenitische Im Nin Alu werden neu angegangen. Und so heißt denn auch der Untertitel der CD folgerichtig: „Hits der Weltmusik a cappella”. Die Damen singen mal komplett im Freistil ohne fremde Hilfe, wenn man vom effektiv eingesetzten Studiohall einmal absieht, mal aber auch mit leichter Perkussions­unterstützung. Alles sehr poppig bis folkig gemacht, Sirenen-Gesang ohne Fehl und Tadel.

www.aquabella.net